Jubiläen 2011 – Carneval in Damme vor ...


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1886 – Dammer Carneval vor 125 Jahren:
Narren ahnten manche Entwicklung voraus

Konkret ist vom Carneval vor 125 Jahren nicht viel bekannt oder festgehalten, denn die Protokollbücher hat die Carnevalsgesellschaft erst ab 1897 angelegt bzw. sind davor geschriebene Aufzeichnungen verschollen. Einzig die Fastnachtszeitung von 1886 gibt es in drei Exemplaren noch im Stadtmuseum. Daraus geht der Rosenmontagstermin hervor, der mit dem 8. März ebenfalls sehr spät lag.

Allerdings ist kein Name eines Prinzen überliefert, denn die Unterschrift in der Fastnachtszeitung lautet sehr vage „Prinz Carneval von Ulkmeier“. Immerhin befindet sich dessen Hofburg in der „Börsenhalle“, einer Gaststätte, die am Kirchplatz lag und zusammen mit dem Fachwerk-Haus „Wippeltreppe“ aus der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts stammen soll, aber 1957 abgerissen wurde.
Das bekannte Gebäude-Ensemble spielt ebenfalls in dem Fastnachtszeitungs-Artikel über den Bade- und Kurort Damme eine Rolle als „Kurhotel“. Die Vision eines Kurortes wurde tatsächlich 1925 Realität mit der offiziellen Anerkennung Dammes als „Luftkurort“, unterstützt von verschiedenen Anstrengungen der Gemeindeverwaltung und verschiedener Privatleute zum Ausbau des Fremdenverkehrs. Die Sonderausstellung „Damme zwischen den Weltkriegen“ im Stadtmuseum zeigt diese Maßnahmen reich illustriert.
Der „Kurort“-Artikel weist neben einem Badearzt und Chirurgen „Dr. Nadel“, der in Klünenberg ansässig sein sollte, auch auf die später durchgeführte Anlegung eines „Trottoirs“ (Bürgersteigs) durch die „ganze Stadt“ hin. Darüber hinaus wird das Scheitern eines Molkerei-Baues wegen zu vieler meckernder „Ziegen“ beklagt. Doch eineinhalb Jahre später erhielt Damme tatsächlich eine solche Einrichtung an der Hunteburger Straße.

Ein markantes Gebäude am Hubertusplatz bildete das schon 1913 abgerissene Hotel und Restaurant „Zum Weißen Schwan“, das sich angeblich dem närrischen Kater intensiv widmet. Schließlich verweist die vermeintliche Sprengung des Osterbergs auf die Einrichtung einer Eisenbahnlinie nach Holdorf, für deren Trasse 1899 tatsächlich ein Teil des Osterbergs abgetragen wurde. Dagegen hat sich in Schelenhorst nie ein Zoologischer Garten halten können, wahrscheinlich weil die dort gehaltenen „Hausdrachen“ in Pflege und Haltung extrem hohe Anforderungen stellten...












Inhalte / Motive aus der Fastnachtszeitung 1886

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1911 – Dammer Carneval vor 100 Jahren:
Die närrische Überwindung der Banken-Krise

Die Sessions-einleitende Generalversammlung am 27.12.1911 bestimmte Franz Droste zum Präsidenten, Johannes Vieth zu dessen Stellvertreter, Hubert Butke zum Schriftführer und Wilhelm Gillmann zum Kassierer. Sie bildeten den Vereinsvorstand, denn einen Elferrat gab es noch nicht. Größtes Problem war der zuvor erfolgte Zusammenbruch der Dammer Privat-Bank des Herrn Püttmann, bei dem die Carnevalsgesellschaft ihr gesamtes Guthaben verloren hatte. Nach einer Sammlung von drei Reichsmark pro Teilnehmer (es waren allerdings nur elf anwesend) sah man trotz der vermeintlichen Pleite dem Fortbestehen des Dammer Carnevals vertrauensvoll entgegen. Allerdings nahm die Mitglieder das Ereignis sogleich von der närrischen Seite und legten das Thema des Umzuges in der Sitzung am 11.01.1911 mit „Der große Bankkrach“ fest. Man hatte an diesem Abend sogar einen Vertreter des „Anti-Carneval-Clubs“ zur Teilnahme bewegen können. Das spielte auf den „Schwarzen Club“ mit Sitz im „Blechhotel“ und auf einige Leserbriefe nach dem Rosenmontag 1910 an.

Auf der nächsten Sitzung am 25. Januar legten die versammelten Narren den „Bankkrach“-Umzug genauer fest: vorab ein berittener Herold, danach eine Musikkapelle, gefolgt vom „Aufsichtsrat“ der Püttmannschen Bank im Auto (ein entsprechendes Auto stellte Narr Börger), sodann der „Bankwagen“, gestaltet als ein von vier Schimmeln gezogener Leichenwagen mit „4-Millionen-Verlust“-Schild, anschließend die Gruppe der „leidtragenden Gläubiger“, teils in Pferdewagen, teils in Automobilen, wovon eines Narr Meyer zu Bokern stellte, während der danach geplante „Hundewagen“ (in Anlehnung an das Sprichwort „auf den Hund gekommen“) nicht zustande kam, wohl aber der abschließende Eselswagen, der natürlich all die „dummen Esel“ des Bankenkrachs vorführte.

Der Rosenmontagstermin lag fast auf den Tag genau wie 2011, und zwar am 27. Februar. Auf jeden Fall stellte die nachfolgende Aschermittwochssitzung am 1. März als Ergebnis des „Bankkrach“-Umzuges fest: „Der Zug war großartig ausgefallen.“ Da die Carnevalsgesellschaft erfreulich viele Fastnachtszeitungen verkauft hatte und der Festball bei Tepe (später Pröbsting) eine hervorragende Beteiligung verzeichnete, blieb am Ende ein schönes Plus von stolzen 152 Reichsmark – immerhin ein stattlicher Betrag angesichts des großen Verlustes zu Beginn der Session, aber auch unmissverständlicher Hinweis darauf, dass Narren jede Krise innerhalb einer Session überwinden können. Übrigens: Ein Prinz wurde ganz offensichtlich nicht gewählt oder bestimmt, denn kein Sitzungsprotokoll verzeichnete eine Wahl oder gar entsprechende Namensvorschläge. Das Bankenkrise-Thema war offenbar so beherrschend, dass man einen Prinzen ganz vergessen hatte.


Motive / Inhalte aus der Fastnachtszeitung 1911


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1936 – Dammer Carneval vor 75 Jahren:
„Kraft durch Freude“ im Rosenmontagszug

Der Dammer Carneval präsentierte sich 1936 als zeittypische Inszenierung. Die Kinder feierten am Sonntag eine Art Straßenfest noch ohne eigenen Umzug, hatten auch noch keinen Kinderprinzen. Eine Kostümierung war dabei eher alteingesessenen Familien vorbehalten. Der Rosenmontagsumzug mit seinen insgesamt 13 meist mehrteiligen Wagen und Gruppen griff u. a. die aktuellen Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen auf. Die in Damme immer aktiver werdende KdF-Organisation der Nationalsozialisten („Kraft durch Freude“) kam mit einer Dümmerfahrt zum Zuge, während die „Viehverteiler“ seit 1934 ihren eigenen Wagen gestalteten. Die Bezeichnung „Viehverteiler“ erhielten die ehemaligen Viehhändler bereits ab Mai 1933, als die NSDAP den Viehhändlerverband auflöste und ideologisch „gleichschaltete“, womit eine Art zentral gelenkte Wirtschaft begann, die auf Selbstversorgung der deutschen Bevölkerung ausgerichtet war und die Eigeninitiative der Viehhändler stark beschnitt. Daher ihr Motto „Die Viehverteiler alle unter einem Hut“.
Eine andere Gruppe griff den Überfall der italienischen Faschisten auf das äthiopische Kaiserreich auf und nannte als Ziel die Eroberung der Hauptstadt Addis Abeba. Auch die Lokalpolitik war thematisiert, und zwar mit den Bemühungen Dammes um den Fremdenverkehr. Die Gruppe „Berghotel Luftkurort“ spielte auf die Dammer Berge an, ironisierte die letztlich wenig aussagende Bezeichnung „Luftkurort“ und sah die Touristen als komische Vögel. Ohne politischen Hintergrund lief der „Zoowagen“ mit Carnevalstieren wie Glücksschwein, Fastnachtskater oder Dackelgesichtern.



Die Tollität des Jahres 1936 hieß Karl Koch und fuhr erstmals mit einem neuen „Prunkgefährt“ statt der bisherigen Kutsche. Es war nach dem Vorbild eines römischen Kampfwagens mit zwei vorangestellten Karussell-Pferden gestaltet und wird seit 1952 als Kinderprinzenwagen genutzt. Hofnarr von Prinz „Karl dem Großen“ war Josef kl. Piening, zu Adjutanten hatte sich die Tollität 1936 Theodor Koch und den Präsidenten Josef Stromann erwählt. Da Piening und Stromann in den beiden Vorjahren bereits Prinz waren, hatte man hier nur einen kleinen Rollentausch vorgenommen, der 1939 ergänzt wurde, als die Narren Theo Koch zum Prinzen wählten.

Mit der erstmaligen Festlegung eines Elferrats 1936 erfolgte „trotz Bestimmungsrechts des Präsidenten“ (s. NS-„Führerprinzip“) die Wahl eines neuen Prinzen, obwohl alle Formen der Demokratie im Dritten Reich verpönt waren. Neben dem Prinzen und seinem Hofstaat gehörten diesem Elferrat an: als Präsident Josef Stromann, als Vizepräsident Wilhelm Mähler, als 1. Kassierer Wilhelm Gillmann, als 2. Kassierer Josef Seeger jun., als 1. Schriftführer Jonny Ley, als 2. Schriftführer Engelbert Mählmeyer, als Propagandaminister Franz Hellmann und als Kinderpräsident Hubert Butke.
Die närrische Hofkapelle unter Leitung des Küsters Willi Droste wurde in diesem Jahr durch den Bergfeiner Lehrer Fritz „Sing-Sang“-Meyer ergänzt. Man führte zudem „Außenreklame in Kostümen“ durch, d.h. besuchte die umliegenden Städte und Gemeinden und lud zum Dammer Carneval. Eine „Altersriege“ sollte ältere Narren und „Eheknüppel“ aufnehmen. An den vorbereitenden Sitzungen mit unterhaltendem Charakter durften nun auch auswärtige Gäste teilnehmen. Besonders hervor hob Präsident Stromann, dass sowohl die Schulkinder als auch der RAD (Reichsarbeitsdienst, im Osterberg-Lager in Nordhofe stationiert) am Dammer Rosenmontag frei bekämen.

Pingel-Hermann Wienhold sowie Lüchten-Job Haverkamp erhielten 1936 ihre traditionsgebundene Funktion. Den Gänsemarsch verlegte man nun auf den späten Dienstagvormittag, um am Nachmittag im Erholungsheim, dem heutigen Seniorenheim „Maria Rast“, den Jammerkaffee zu zelebrieren. Und schließlich erhöhte die Carnevalsgesellschaft laut Protokoll den Prinzenzuschuss auf 100 RM.





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1961 - Dammer Carneval vor 50 Jahren:
Ein närrisches Wirtschaftswunder-Fest

Der neu erworbene Wohlstand zeigte sich bereits im Motto „Sorge, mach’ der Freude Platz!“ Die Üppigkeit erwies sich denn auch auf den drei Galasitzungen, die als „Saalsitzungen mit Damen“ bei Pröbsting mit viel Gesang und einer ungewöhnlichen Anzahl an Büttenrednern stattfanden: Heinz Ekelmann, Südfelde, erklärte „Watt’ nich all giff“ ebenso auf Dammer Platt wie Ludwig Willenborg, der „Dwess düe Damme“ kam, Paul Everding wusste „Dies und das“ über die heimische Damenwelt, Mans Büld & Bernhard Meyerrose erneuerten das Bild von „Muck & Trina“, indem Muck in Husarenuniform, Trina im Barockkleid nebst lockiger Perücke erschien, die „Drei von der Tankstelle“ kamen eher aus der Gegenwart stolzer Autobesitzer: Fritz Finkemeyer, Theo Goda und Walter Westerhoff. Dann folgte der legendäre Robert Butke („Macka“) und sein „Si Si, Mackana“ in der ersten Halbzeit, während in der zweiten die Gebrüder Heinz und Rudi Bell „Tünnes & Schäl“ vortrugen, Willibald Lübben & Josef Biestmann wie im „wirklichen“ Leben als Lehrer & Schüler bzw. als „Professor & Lieschen“ auftraten. Mans Büld legte noch einmal mit einem „Streifzug durch Damme“ nach, woraufhin Dr. Heinrich zu Höne und erneut Willibald Lübben das bewährte und wohl gereimte „Dammer Allerlei“ vorsangen, schließlich den Höhepunkt noch einmal Robert „Macka“ Butke als frisch gebackener Ehemann mit allerhand neuen Erfahrungen bildete. Den Carnevalsschlager der Session hatte Küster und Hofkomponist Willy Droste sowohl komponiert wie getextet, was dann Ferdi Kramer und Dieter Remus „in den Saal schmetterten“, wie der Zeitungs-Chronist vermerkte.
Zum Wirtschaftswunder passten die Prinzen: Die Kürväter präsentierten den Feinkost-Großhändler Hans III. („Bam“) Mähler, flankiert von den Adjutanten Walther Stuntebeck und Willi Enneking sowie dem Hofnarrn Jan Kameling, der als Niederländer internationales Flair in die Führungsriege brachte. Selbst Kinderprinz Wolfgang I. Dorfmüller passte als Sohn des zweiten Feinkost-Großhändlers an der Donaustraße in diese Einstufung. Seine Adjutanten hießen Wolfgang Rüschendorf und Bernhard Grimme, den Hofnarrn spielte Franz Meyer zu Holte.


Die Umzüge bestachen weniger durch Quantität als durch Qualität: Neben siebzehn (!!) Musikkapellen, einer Gruppe von „Dammer Mädels“ als Funkenmariechen, der Prinzengarde der Jungenmittelschule, einer Reiterstaffel des Reitervereins, den beiden Prinzenwagen und der Fahne gab es insgesamt zwanzig angemeldete Themen-Wagen und Gruppen, die das Zeitgeschehen aufs Korn nahmen, z.B. „Adenauer bekämpft Brand(t)“ oder das damals gar nicht als diskriminierend empfundene „Neger liegen faul im Sand, Bonn entwickelt schwarzes Land“, den geplanten Autobahn-Bau der „Hansalinie“ (A 1) durch die Bergmark, das von einem Glückauf-Fernsehturm in Aussicht gestellte „Zweite Fernsehprogramm“, den Lehrlingsnotstand als „Lehrlingsangeln“, den beginnenden Wettlauf zum Mond in der Raumfahrt. Aber auch „klassische“ Themen wie die Piraten auf der „Santa Maria“, Märchendarstellungen wie „Dornröschen“, Chinesen und Schokolade-„Mohren“, der ganz andere „Neue Stundenplan“ für Schüler sowie die Umsetzung bekannter Schlager waren dabei.



Die Prämierung des Rosenmontagsumzugs erfolgte getrennt nach Ausstattung und Idee, wobei „Neger liegen faul im Sand...“ (Grp. Donaustr.), Autobahn-Teilstück Hansalinie (Grp. Wild-West) einen ersten Preis, das Narren- und Piratenschiff „Santa Maria“ (Fa. Bahlmann & Leiber) sowie die Südfelder „Sorge, mach’ der Freude Platz“ einen zweiten Ausstattungs-Preis erhielten, die Ideenpreise hingegen an den Glückauf-Sendeturm für das 2. Programm, das Lehrlingsangeln (Fa. Dorfmüller), Adenauers Brand(t)-Bekämpfung (Grp. Bahnhofstr.) und die verhinderte Mondfahrt (Bauerschaft Neuenwalde-Greven) gingen. Einen Ehrenpreis erhielt das Ehepaar Meyerrose von der Schubertstraße für langjährige ideenreiche Mitwirkung im Rosenmontagsumzug. Im bis dato reinen „Kinderumzug“ am Sonntag zeichnete das Preisrichterkomitee den Viehhändlernachwuchs aus Osterfeine, den Besuch aus Japan (Grp. Börger-Grimme), den Texas-Goldtransport (Grp. Busch/Meyer), den „Neuen Stundenplan“ der Bürgerschule und die „Liedertafel“ der Mädchenmittelschule sowie die Moormannschen „Mohren“ aus.

Der heutige Prinzenball nannte sich 1961 noch „Eröffnungsball“ und fand am Sonntagabend (!), d.h. eine Woche vor den beiden Umzugstagen statt. Am Rosenmontag waren zum Empfang bei Schilgen auch Abordnungen von Carnevalisten aus Osnabrück und Oldenburg mit Prinzen und Funkenmariechen gekommen. Sie brachten, wie es hieß, „durch Küssen und Tanzen viel Bewegung in die närrische Gesellschaft“.

Der Gänsemarsch begann – wie heute üblich - um 11 Uhr 1x11 Minuten, führte damals noch durch zahlreiche Privathaushalte und machte in diversen Gaststätten Halt, ging aber danach über in den Jammerkaffee ab 16 Uhr 1x11 Minuten, zumal der Weg zum Schweizerhaus durchaus auch zu Fuß zurückgelegt wurde und seine Zeit erforderte.

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1986 - Dammer Carneval vor 25 Jahren:
Prinz Wilhelm verjagt den Amtsschimmel aus dem Rathaus

Kein Wunder, denn das Motto hieß ja: „Lachen ist des Lebens Zier, / Sagt der Narr in Damme Dir!“ Das beherzigten die Dammer Närrinnen und Narren in bemerkenswerter Weise auf allen Veranstaltungen, d.h. nach Sessionsauftakt und Generalversammlung in der Hofburg „Hubertushof“ auf den drei Galasitzungen im Saale Pröbsting, die – wie die gesamte Session – von Präsident Fritz Enneking geleitet und von den Elferratsmitgliedern Rudolf Bell, Albert Bokern, Günther Dorfmüller, Ulrich Ebkes, Willi Enneking, Wolfgang Friemerding, Benno Goda sen., Heinz Holtvogt, Josef Koch, Georg Lacherdinger, Hans Mähler, Ewald Nordhoff, Heinz Rawe, Hans Riehemann, Gerd Sandermann, Emil Schröder (der bereits auf der Generalversammlung 1985 verabschiedet wurde), Walther Stuntebeck, Hans Vieth, Paul Wöhrmann, Günter Zerhusen mitgestaltet wurde.

Die Kürväter Hans Vieth und Wolfgang Friemerding präsentierten als großen Prinzen Wilhelm I. Boving, der sich wiederum als Hofnarren Julius Pohlschneider und als Adjutanten Hans Locher sowie Jürgen Fortmann wählte. Aus der letztmals durchgeführten Kinderprinzenwahl ging als Sieger Christian I. Ebbers hervor, dessen Hofnarr Thomas Wolff und dessen Adjutanten Maurice Staffehl sowie Andrè Faselt hießen und der von seiner „Hausgruppe“, den Blauen Funken, tatkräftig in der Ausübung seines Amtes unterstützt wurde.

Auf den drei Galasitzungen sowie auf der Seniorensitzung traten auf als Büttenredner Heiko Bertelt mit dem Prolog als „Lügenbaron“ sowie als Moritz in „Max und Moritz“, Hans Mähler und Willi Enneking, beide als „Muck und Trina“ , BAM auch als Max in „Max und Moritz“, Benno Goda jr. als „Tankwart“, Felix Enneking als „Weinhändler“, Günter Vormoor/Gerd Nyhuis als Gesangsduo mit dem Lied „Punkelbrot und Grütze“, Hans-Georg Alten als „Sportsfreund“, das Funkenballett in der Choreographie von Bernhild Krebeck und Karoline Rump mit den „Miezen“, die zu „Pigalle“ tanzten, Udo Klanke/Wolfgang Friemerding als „Spürnasen“, Josef Koch als „Nachtwächter“ und Dr. Ernst Vesterlund als zaubernder „Gastarbeiter“. Zum Schluss der Galasitzungen gab es in Anlehnung an einen seiner bekanntesten Songs, und zwar „Am liebsten Rudi, der Star-Reporter hier“, ein Abschiedslied für Rudi Bell als Büttenredner.



1986 erschien ein neuer Orden, dessen Entwurf mit dem Motiv eines Narren vor der St.-Viktor-Turmhaube von dem 2010 verstorbenen Carl Hillenhinrichs stammte.
Prinz Wilhelm I. gab bei seiner Regierungserklärung anlässlich der Schüsselübergabe bekannt: „Im Rathaus hat der Amtsschimmel nun das letzte Mal gewiehert, und aus den Amtsstuben wird der tierische Ernst vertrieben.“ Eine Abordnung aus der Partnerstadt in Flandern mit den Traditionsfiguren Tyl Eulenspiegel und Nele sowie dem Prinzenpaar Ignace I. und Kate I. startete mit einem eigenen Umzugswagen unter dem Motto „Damme groet Damme“. Die beiden Umzüge fanden an beiden Tagen bei kaltem bis eisigem Ostwind und Schnee statt.
135 Wagen und Gruppen hatten sich für die Umzüge angemeldet, darunter 15 Musikkapellen. Bevorzugte und allgemein bewegende Themen waren an erster Stelle der Glykol-Weinpanscher-Skandal, häufig auch der aus den USA geflohene Bhagwan, dann das belastete Hühnerfutter bzw. der seinerzeit aktuelle Hormon-Skandal, mehrfach die Fernsehserie „Schwarzwaldklinik“, verschiedentlich die Politik des Stadtrats sowie besondere Variationen des Sessions-Mottos „Lachen ist des Lebens Zier“. Die Folge dieser zahlreichen Aktivitäten der Wagenbauer waren 19 Sonderpreise, 28 erste, 25 zweite und 42 dritte Preise, dagegen nur wenige nicht prämierte Gruppen.



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